Mein Nähjahr 2016

Ich wünsche Euch allen ein Frohes Neues Jahr!

Ich mag Jahresanfänge immer. Es ist eine Gelegenheit, über das vergangene Jahr nachzudenken und frisch in das neue Jahr zu starten. Generell mag ich Anfänge: ich bin immer ganz erwartungsvoll und optimistisch und kann etwas neues mit den besten Intentionen beginnen. Es ist wirklich, wie Hermann Hesse sagt: „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne„.

Um das beste aus dem neuen Jahr zu machen, ist es gut, auf das alte zurückzuschauen und aus den Erfahrungen zu lernen. Hier sind ein paar Zahlen: 2016 habe ich 17 Kleidungsstücke genäht (Wäsche-Sets zählen als 1 Teil), ein paar kleine Eulen und ein Paar fingerlose Handschuhe gestrickt. Dies ist ungefähr die Hälfte von dem, was ich 2015 gemacht habe. War 2016 für mich deshalb nicht erfolgreich? Nein! Denn ich denke Erfolg ist nicht allein von Zahlen abhängig. Fast alles, was ich gemacht habe, ist ein Lieblingsstück geworden. Dies ist für mich mein persönlicher Erfolg. Daher war es auch gar nicht so einfach, 5 „Top makes“ des Jahres auszusuchen, aber hier sind sie:

Von links nach rechts (links in den Bildern):

Der Rock Butterick 6285 ist das Stück, auf das ich am meisten stolz bin. Ich habe alle Couture-Techniken, die mir eingefallen sind, angewendet und hatte viel Spaß sowohl beim Nähen als auch beim Tragen. Auch wenn es etwas aufwändiger ist, machen mich solche Projekte zufriedener als ein Jersey-Top, das in 1h genäht ist.

Das Bonn Shirt ist einfach schön zu tragen und ich plane bereits, mehr davon zu nähen.

Die fingerlosen Handschuhe habe ich sehr oft getragen. Leider habe ich sie kurz vor Weihnachten verloren, aber ich habe bereits neue mit der gleichen Wolle angefangen. 

Dies Wäscheset trage ich am meisten, und zwar sobald es aus der Wäsche kommt. Ich muss noch mehr BHs von meinem selbstkonstruierten sChnitt nähen, der Sitz ist einfach viel besser als bei meinen anderen. 

Ich liebe beide Versionen des Vienna Tank Top, die ich gemacht habe, und habe sie oft während des Sommers getragen, die schwarze Version im Büro und die graue zu Hause.  

Nun zu den Teilen, die ich entweder nur selten getragen habe, oder die verbesserungswürdig sind:

Von links nach rechts (links in den Bildern):

Ich mag den Stil von der ITS Zamoura Bluse, aber ich mag die Testversion, die ich genäht habe, nicht besonders. Der Stoff war nicht die beste Wahl und beim nächsten Mal würde ich den V-Ausschnitt etwas höher machen.

Das Style Arc Posh Top habe ich zu Hause getragen. Es ist ganz gut für heiße Sommertage, aber sowohl Stil als auch Stoff sind nicht ganz meins. 

Meine abgeänderten BHs habe ich hauptsächlich genäht, um neue Techniken auszuprobieren. Daher haben sie ihren Zweck voll erfüllt, auch wenn ich sie nicht oft trage. 

Ich habe einen BH ohne Unterbrustband genäht, der ganz niedlich, aber vom Stil nicht für mich geeignet ist. Es ist einfach nichts da, um ihn an Ort und Stelle zu halten, wenn ich die Arme hebe.

Ich trage die Ginger Jeans trotz ihrer Fehler sehr häufig. Ich hoffe, dass ich eines Tage mal meine ganzen Passformprobleme, die ich bei Hosen habe, lösen kann.

Für 2017 habe ich keine konkreten Ziele, was das Nähen betrifft, aber ich möchte an folgenden Punkten arbeiten:

So viele wie möglich von meinen UFOs beenden

Ich habe eine Menge UFOs (unfinished objects) herumliegen. Das ist ziemlich blöd, denn es steckt eine Menge Geld und Zeit darin, aber am Ende habe ich gar nichts davon. Außerdem nehmen sie viel Platz weg und belasten mich mental. Einige sind schon 10 Jahre alt, andere erst ein paar Monate. Die meisten sind nicht fertig geworden, weil es irgendwelche Passformprobleme gab. 

Mich durch einige von meinen Craftsy Kursen durcharbeiten

Ich bin schon fast Craftsy-süchtig geworden. Letztens habe ich entsetzt festgestellt, dass ich bereits über 40 Kurse habe. Ich möchte mich zumindest durch einen von Suzy Furrers Schnittkonstruktionskursen arbeiten. Ich hoffe, dadurch werde ich einige meine Passformprobleme besser verstehen.

An der 365 Challenge teilnehmen

Ich habe diese Challenge  Ende letzten Jahres entdeckt. Man näht jeden Tag einen Block und hat dann am Jahresende einen Quilt. Ich bin sicher, dass ich das nicht durchhalten werde. Aber ich glaube, es hilft mir, beim Nähen präziser zu werden. Und vielleicht hilft es mir auch, einige von meinen Stoffresten aufzubrauchen.

Sportkleidung nähen

Ich habe vor einigen Monaten mit Yoga angefangen, und bin begeistert bei der Sache. Ein guter Grund, um meine uralten Sportklamotten durch neue zu ersetzen. 

Dazu habe ich noch viele weitere Punkte wie „mehr Kleider nähen“, „Stoffvorrat aufbrauchen“, „meinen Stil finden“ usw. im Kopf.  Weil dies aber alles viel zu viel ist, um es realistisch zu erreichen, sehe ich alles vielmehr als Wegweiser und nicht als Ziele an 🙂

Es gibt allerdings ein Ziel, das ich habe:

Mein Geschäft aufbauen

Dies wird für mich die größte Herausforderung für 2017 werden. Wie Ihr vielleicht mitbekommen habt, habe ich angefangen, Schnittmuster von Itch to Stitch ins Deutsche zu übersetzen und werde in einigen Tagen meinen Shop eröffnen. Dies ist alles so neu für mich und benötigt auch viel Zeit. Manchmal habe ich echt Angst vor der eigenen Courage und fühle mich überfordert. Ich versuche dann, einen kleinen sChritt nach dem anderen zu machen, und bisher hat auch alles ganz gut geklappt, nicht zuletzt auch durch die Unterstützung, die ich von Kennis habe (Vielen Dank!).

Es ist ja oft so, wenn Blogger anfangen, mit ihrem Blog Geld zu verdienen, dass der Blog dann viel von dem persönlichen Inhalt verliert und ein reines Werbewerkzeug wird. Ich hoffe wirklich sehr, dass ich das vermeiden kann und mein Blog so bleiben wird, wie er jetzt ist.

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen bedanken, die meinen kleinen Blog lesen und freue mich auf ein weiteres Jahr mit Euch!

Habt Ihr Ziele für Euer Nähjahr? Seid ihr wie ich und habt immer viel zu viele Ideen im Kopf?

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