Bellavista Top von Itch to Stitch

Ich habe Ende des Jahres bei einem letztem Schnittmustertest mitgemacht bevor ich meine Nähmaschine für den Umzug wegpacken musste. Es handelt sich um das Bellavista Top von Itch-to-Stitch.  Das Bellavista Top ist ein schwingendes Oberteil mit einem Mittelstreifen vorne. Es gibt zwei verschiedene Varianten für Halsausschnitt und Ärmel. Ich hab mich für den Wasserfallausschnitt und die langen Ärmel entschieden. Bellavista Top

Stoff:

Der Strickstoff, den ich verwendet habe, lag schon ewig in meinem Schrank., und ich hatte schon oft überlegt, was ich daraus nähen könnte. Der Stoff ist richtig dick und hat immer viel Platz weggenommen, deshalb wollte ich ihn „loswerden“. Ich fand, das Bellavista Top wäre eine gute Kombi für diesen Stoff, und so war es auch. Ich bin nicht ganz sicher, woraus der Stoff ist. Vom Gefühl her würde ich sagen, er hat etwas Polyester mit dabei und er ist etwas kratzig. Aber ich kann ihn noch gut auf der Haut tragen. Ich dachte immer, ich hätte richtig viel von diesem Stoff (wie gesagt, er hat im Schrank immer viel Platz weggenommen), aber am ende musste ich für das zweite Kragenteil stückeln. Der Stoff lag nicht die üblichen 140 cm breit, sondern war um einiges schmaler. Das Gute ist, ich habe jetzt keine Reste mehr.

Bellavista Top

Änderungen:

Ich habe Größe 4 genäht. Das ist eine Größe mehr, als ich normalerweise bei Itch-to-Stitch-Schnittmustern nähen würde. Als Stoffempfehlung ist aber ein Jersey mit 50 % Stretch angegeben, und die hatte mein Stoff nicht unbedingt. Und ich wollte auf gar keinen Fall einen engen Pulli aus einem superdicken Stoff haben. Wie sich gezeigt hat, war dies eine gute Entscheidung. Unterhalb der Brust ist der Pulli sowieso sehr weit geschnitten. Ansonsten habe ich keine Änderungen vorgenommen.

Bellavista Top

Technisches:

Das Bellavista Top ist ein einfacher Schnitt. Da mein Stoff so dick war, habe ich erst alle Kanten mit der Overlock versäubert und dann alles mit meiner normalen Nähmaschine zusammengenäht und die Nahtzugaben auseinandergebügelt. Ich hatte vorher an einem Probestück mal ausprobiert, ob ich die Nahtzugaben zusammen versäubern kann, aber das wurde dann eine ganz dicke und steife Naht. 

Ungewöhnlich fand ich, dass der Kragen aus zwei Lagen besteht, d.h. man hat zwei identische Kragenteile, die man zusammennäht. So ist nie eine linke Stoffseite zu sehen, wenn der Kragen sich beim Tragen mal verschiebt. Ich hatte etwas von der Dicke meines Stoffes wegnehmen können, indem ich das innere Kragenteil aus dünnerem Jersey gemacht hätte, aber ich habe mich dagegen entschieden. Erstens wollte ich meinen stoff verbrauchen, und zweitens wollte ich schon immer einen überdimensionierten Wasserfallkragen.

Bellavista Top

Fazit:

Einfach zu nähen und einfach zu tragen. Abhängig von der Stoffauswahl kann dieser Pulli sehr unterschiedlich aussehen. Schaut euch mal die  anderen Versionen an. Durch den Mittelstreifen kann man sogar die Illusion erzeugen, dass man eine Jacke über einem Shirt trägt. Ich das Bellavista noch nicht so oft getragen, da es einfach noch nicht kalt genug war. Aber vielleicht kommt der Winter ja noch.

Verlinkt bei: After Work Sewing

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Mein Nähjahr 2017

Ein Frohes Neues Jahr Euch allen!

Ich hoffe, Ihr seid die ganzen Nähjahr-Rückblicke noch nicht leid. Ich bin etwas spät dran, aber durch unseren Umzug bin ich immer noch dabei, Kisten auszupacken und versuche, das Chaos zu bekämpfen. Ich hatte gehofft, noch über alle fehlenden Projekte von 2017 zu bloggen, aber das habe ich leider nicht mehr geschafft. Ich zähle sie trotzdem beim Rückblick mit (und schreibe den Blogpost dann später).

2017 habe ich 17 Kleidungsstücke und 2 Taschen genäht fertiggestellt. Im Vergleich zu anderen ist das wenig (ich habe gerade über ein 100 Teile im Jahr-Challenge gelesen…). Aber fast alles, was ich genäht habe, ist bereits heiß geliebt und ich weiß gar nicht mehr, wie ich vorher ohne ausgekommen bin. Ich nehme das als gutes Zeichen und besitze lieber weniger, aber dafür ist jedes Teil ein Lieblingsstück, als dass ich nur der Anzahl wegen nähe (und ehrlich, was soll ich mit 100 neuen Teilen?).

Wie letztes Jahr, viel es mir schwer, meine Top 5 auszuwählen, aber hier sind sie:

Von links nach rechts:

Das Lago Tank von Itch to Stitch hat sich als tolles Basic für den Sommer und zum Drunterziehen herausgestellt. 

Meine Yogatasche von Keko kreativ macht mich jedesmal glücklich, wenn ich sie benutze. Ich hatte das Nähen so lange herausgezögert, und beim Nähen viel geflucht (Taschen sind echt nicht mein Ding), aber jetzt bin ich so froh, dass ich sie genäht habe. Vor allem das gelbe Futter mag ich sehr.

Die North Point Trousers von Itch to Stitch (noch nicht drüber gebloggt) haben eine große Lücke in meinem Kleiderschrank geschlossen. Ich musste viele Anpassungen für eine gute Passform machen, und es gibt bestimmt noch Raum für Verbesserungen, aber sie sind tragbar und durch den Stretchstoff sehr bequem. Ich habe ein zweites Paar bereits fast fertig. 

Als ich den Paro Cardigan von Itch to Stitch genäht habe, war ich mir nicht sicher, ob ich ihn oft tragen würde. Es hat sich aber herausgestellt, dass ich ih gut zu Hosen, Röcken und Kleidern tragen kann. Ein absoluter Gewinn also.

Die Knot-Maste Yogapants von Fehr Trade habe ich bereits Anfang 2017 genäht (und es nie geschafft, einen Post zu schreiben), und sie sind sofort meine Lieblingshosen geworden für meine Yoga-Stunden. Eine lange Version steht noch auf dem Plan. 

Nun zu den Teilen, die ich nicht so oft getragen habe: 

Wie ihr seht, sind es nur drei Teile. Ich konnte einfach keine weiteren zwei auswählen. Von links nach rechts:

Beim Danielle Batwing Top von Sinclair Patterns gefällt mir die Farbkombination einfach nicht. Dies Oberteil war sowieso ausserhalb meines gewöhnlichen Stils. Es hat sich aber herausgestellt, dass es großartig ist, wenn man Hausarbeit machen muss. Es ist sehr weit, so dass man genug Bewegungsfreiheit hat, und die Ärmel sind aber eng, so dass sie nicht im Weg sind.

Ich mag das Chai dress von Itch to Stich, und da man den Stoff nicht zu bügeln braucht, ist es sehr pflegeleicht. Allerdings sitzt mir das Taillenband etwas zu hoch, um mich wohl zu fühlen. Sollte ich das Kleid nochmal nähen, würde ich die Taille 1-2 cm tiefer setzen.

Das Anza dress istsehr bequem, aber der Stoff ist dünn, und zumindest diesen Sommer gab es kaum Tage, die warm genug für dieses Kleid waren. Einmal habe ich es mit Strupmpfhosen getragen, aber da klebte der Stoff regelrecht dran fest. Also werde ich das Kleid entweder noch füttern, oder ein Unterkleid nähen (das steht schon seit Jahren auf meiner Nähliste).

Wenn ich mir meine Ziele vom letzten Jahr anschaue, war ich nicht so erfolgreich. Ich wollte:

So viele UFOs wie möglich fertignähen. Ich glaube, ich habe eines fertiggenäht und einige neue produziert. Hier gibt es definitiv Verbesserungsbedarf.

Mich durch einige meiner Craftsy-Kurse arbeiten. Ich habe einen Kurs angesehen, und in andere mal reingeschaut, aber richtig durchgearbeitet habe ich keine. Stattdessen habe ich noch ein paar neue gekauft, hm. Ich plane aber einen Couture-Spitzenrock mit der Hilfe von Susan Khaljes Kurs „The couture lace skirt“. Ich habe schon alle Stoffe dafür zusammen.

An der 365 challenge teilnehmen. Ok, ich habe 2 Monate beendet, aber ich hatte ohnehin nicht erwartet, dass ich hier das ganze Jahr durchhalte.  

Sportkleidung nähen. Ich habe mit der Yogahose angefangen, bin aber nicht dazu gekommen, noch mehr zu nähen.

Mein kleines Geschäft  ausbauen. Dies ist eine harte Nuss. Ich habe mittlerweile 6 Schnittmuster in meinem Shop, und das ganze ist eine Menge mehr Arbeit, als ich erwartet hatte. Es ist nicht das Übersetzen an sich, aber das Suchen von Testern und alles zu koordinieren. Ich habe mittlerweile ein kleines Stammteam an Testern, aber das sind noch nicht genug. Hieran möchte ich im neuen Jahr arbeiten.  

Die Ziele vom letzten Jahr sind imer noch aktuell, also lasse ich sie so mal stehen. Und ich werde wieder bei der RTW-fast (keine Kaufklamotten für 1 Jahr) mitmachen. Es sind über 1000 Mitglieder in der Facebookgruppe. Ist das nicht unglaulich? Aber am wichtigsten, ich möchte meine Nähzeit genießen und weiter Spass am Nähen haben.

Was ist mit Euch? Habt Ihr Nähziele für das neue Jahr?

Verlinkt bei MeMadeMittwoch

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Ich ziehe um

Ich hoffe, Ihr hattet alle ein schönes Weihnachtsfest und konntet ein paar ruhige Tage mit Eurer Familie verbringen. Ich war wie jedes Jahr bei meiner Mutter, bin aber diesmal einen Tag früher zurückgekommen, weil wir am 29. in eine neue Wohnung umziehen. Das ist auch der Grund, warum hier in letzter Zeit nichts los war. Neben der Arbeit gab es eine Menge zu organisieren, planen und packen, so dass ich keine Energie mehr übrig hatte, um Blog-Posts zu schreiben. Ich habe immer noch einige ungebloggte Sachen, die müssen aber warten, bis wir in der neuen Wohnung eingerichtet sind.

Ich möchte Euch allen danken, dass Ihr meinen Blog dies letzte Jahr gelesen habt und hoffentlich bin ich bald zurück.

Ich wünsche Euch allen ein Frohes Neues Jahr!

 

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Neu im Shop: Zamora Blouse

Es ist wieder ein Schnitt von Itch to Stitch in Deutsch erhältlich, die „Zamora Blouse„. Wie ich finde, ist dies ein sehr vielseitiger Schnitt und aus dem richtigen Stoff kann sie sehr festlich daherkommen, perfekt fürs Weihnachtsfest.

Zamora Blouse

Die Zamora ist die klassische Schluppenbluse neu aufgelegt. Sie hat einen tiefen V-Ausschnitt mit Schleife, Biesen am Vorderteil, Knopfleiste, Abnäher vorne und hinten und geraffte Ärmel in zwei Längen. 

Ich mag besonders die Schleife und die Biesen.

Für meine Version habe ich einen leichten Baumwollbatist verwendet und alle Nähte als französische Nähte genäht. 

Wer ein paar Anregungen haben möchte, was man aus der Bluse alles machen kann, der kann sich einnmal durch die folgenden Links klicken. Auf dem Itch-to-Stitch Blog gibt es verschiedene Tutorials, wie man die Bluse abändern kann. Sie sind zwar auf Englisch, aber sehr gut bebildert.

Natürlich hatte ich auch wieder tatkräftige Unterstützung. Vielen Dank an

Monika

Julia L.

Julia H.

Monika hat eine wunderschöne Bluse aus gelbem Kreppchiffon genäht:

Julia hat gleich zwei Blusen genäht. Ich weiß gar nicht, welche mir besser gefällt:

Wie immer gibt es das Schnittmuster in der ersten Woche um 20% reduziert. Und bis Weihnachten ist noch genug Zeit, eine festliche Zamora Blouse zu nähen!

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Lago Tank von Itch to Stitch

Ich habe einiges genäht, was es noch nicht auf den Blog geschafft hat.  Eines davon ist das Lago Tank, ein kostenloses Schnittmuster von Itch to Stitch.

Lago Tank

Hier trage ich es mit meinen schon etwas ausgeblichenen Angelia Shorts in Bastia, Korsika, wo wir eine wundervolle Woche Ende Oktober verbracht haben. Ich habe das Lago Tank irgendwann im Sommer genäht an einem Freitagabend. Ich hatte tausend andere Dinge zu tun, aber ich wollte unbedingt etwas nähen und brauchte ein schnelles Projekt. Das Lago Tank ist eng anliegend im Brustbereich und um die Hüfte weiter geschnitten. Das Rückenteil hat wie bei Sportshirts ein „Racerback“ (gibt es dafür ein deutsches Wort?) Die Träger sind etwas nach innen versetzt, was dem Lago Tank einen etwas anderen Look verleiht, als man es von dem gewöhnlichen Tank Top gewohnt ist. 

Lago tank Lago Tank

Stoff:

Ich hatte noch Reste von meinem Singe summer dress. Es ist ein Viskose-Jersey.

Änderungen:

Keine. Ich konnte mich auf meine übliche Größe bei ITS-Schnittmustern verlassen: Größe 2 für den Brutbereich, Größe 4 für die Hüfte. 

Technisches:

Das Lago Tank Top ist wirklich einfach zu nähen, es gibt nicht Besonderes zur Konstruktion. Einfach Schulternähte nähen, Halsausschnitt einfassen, Seitennähte nähen, Armausschnitte einfassen und säumen. Fertig. Ich hatte Angst, dass der Viskose-Jersey um den Halsausschnitt ausleiert, deshalb habe ich noch so eine Art Beleg eingenäht. Dafür habe ich einen relativ stabilen Jersey aus meinem Stofflager genommen, das untere Ende versäubert, auf das Vorderteil gelegt und das Shirt dann laut Anleitung genäht. 

Lago Tank

Fazit:

Ich war nicht sicher, ob ich das Top oft tragen würde, aber habe ich. Es ist großartig zum drunterziehen und ich könnte noch einige mehr von dieser Sorte gebrauchen. Einziger Nachteil ist, dass man die BH-Träger sieht. Muss ich jetzt wohl ein paar BHs mit gekreuzten Trägern nähen.  

Verlinkt bei MeMadeMittwoch, AfterWorkSewing

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Danielle Batwing Top von Sinclair Patterns

Aus einer Laune heraus habe ich mich für ein Probenähen von Sinclair Patterns angemeldet. Ich habe vorher noch einen Schnitt von Sinclair Patterns genäht, daher war ich sehr erfreut, als ich ausgewählt wurde. Der neue Schnitt ist das Danielle Batwing Top, ein weit geschnittenes Oberteil mit engen Bündchen. 

Danielle Batwing Top

Der Schnitt ist gut und die Anleitung leicht zu verstehen. Ich fand es besonders nett, dass die Anleitung bebildert ist. Als Nachteil habe ich empfunden, dass jede Größe in einer eigenen pdf-Datei kommt. So kann man nicht einfach zwischen zwei verschiedenen Größen wechseln. Ich habe das Shirt in Größe 2 genäht, obwohl ich für die Hüfte eher eine Größe 4 gebraucht hätte.

Danielle Batwing Top

Stoff:

Man braucht einen Jersey, der einen wirklich guten Fall hat. Ich wusste, dass ich Stoff würde kaufen müssen. Aber an dem einzigen Tag, an dem ich dazu Zeit gehabt hätte, hat mich eine fiese Erkältung ans Bett gefesselt. Am Ende habe ich ein altes Kleid auseinander genommen, dass ich sehr gerne getragen habe. Mittlerweile aber hatte sich der Viskose-Jersey so sehr gedehnt, dass der Ausschnitt mir viel zu tief geworden war. Ich musste ziemlich viel stückeln und für die Bündchen noch einen anderen Stoff verwenden. Durch das Muster ist das aber zum Glück nicht so auffällig. Ein bisschen traurig bin ich schon, dass es das Kleid jetzt nicht mehr gibt. Muss ich wohl ein neues nähen.

Danielle Batwing Top

Änderungen:

Dies ist eine unveränderte Größe 2. Ich habe einzi die etwas längeren und weiteren Ärmel aus der ersten TEstversion behalten. Wenn ich will, kann ich die Bündchen bis über meine Hände ziehen. Sehr praktisch für eine Frostbeule wie mich. 

Technisches:

Das Danielle Batwing Top ist einfach zu nähen. Es gibt nur Schulter- und Seitennähte, Bänder und Halsausschnitt und die Bündchen. Am „schwierigsten“ ist es, die Bänder und das Band für den Halsausschnitt anzunähen, aber dank der guten Anleitung ist auch dieser Schritt kein Problem.  

Danielle Batwing Top

Fazit:

Es war mal nett, einen Schnitt von einer anderen Firma zu testen und auch das Shirt selbst gehört nicht zu meinem üblichen Repertoire. Ich hatte nicht erwartet, dass es so gemütlich ist. Perfekt für einen Tag zu Hause. Mit einem anderen Stoff kann man es aber genauso gut ausgehfein machen. Ich weiß nicht, ob ich es nochmal nähen werde, dazu ist es einfach zu speziell und ich habe jetzt genug langärmelige Pullis in meinem Kleiderschrank.

Verlinkt bei RUMS

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Neu im Shop: Newport Top

Der Sommer geht zu Ende und es ist Zeit, für den Herbst zu nähen. Ein perfekter Start ist das Newport Top von Itch to Stitch, welches jetzt in deutscher Übersetzung in meinem Shop erhältlich ist. 

Titelbild

Das Newport Top ist schlicht gehalten und hat keine überflüssigen Details. Trotzdem ist es durch den flachen U-Boot-Ausschnitt und die Überlappung an den Schultern ein Hingucker. Es ist lässig weit geschnitten und perfekt, um es sich an regnerischen Wochenenden auf dem Sofa gemütlich zu machen. Es gibt zwei Ärmelvarianten und der Saum ist hinten länger als vorne.

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Geeignet sind leichte bis mittelschwere Strickstoffe oder Jersey. Je dehnbarer der Stoff ist, der verwendet wird, desto größer fällt das Newport Top aus. Hier kommt es ganz drauf an, was man möchte. Ich habe eine leichten Strukturjersey mit wenig Dehnbarkeit genommen und bin mit meiner üblichen Größe 2/4 gut zurecht gekommen.  IMG_0612

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Hier habt Ihr ein paar Eindrücke von den wunderschönen Newport Tops, die meine Tester genäht haben (Streifen waren übrigens sehr beliebt):

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Mein herzlicher Dank geht an:

Carola, Christiane, Christina, DominiqueJuliaMarie Fleurine, Martina, MelanieMiriamSindyStephie, Rebecca

 

Mehr Bilder und Details zum Newport Top könnt Ihr während der Blogtour sehen:

12.9.: @nani_christiane
13.9.: Brülläffchen, ChriBi
14.9.: kreamino, madebyminoukiMein gewisses ExtraStrickprinzessin
15.9.: sewsloppy
19.9.: liesylotta

 

Während der Blogtour bis zum 19.9. ist das Newport Top um 20% reduziert. Also, schnappt euch den Schnitt und näht am nächsten verregneten Nachmittag einen schönen kuscheligen Pullover!

 

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Chai Shirt & Dress von Itch to Stitch

Hemdblusenkleider sieht man jetzt überall, und ich habe schon lange eines auf meiner Todo-Liste stehen. Als ich das Chai dress von Kennis von Itch-to-Stitch gesehen habe, war ich direkt hingerissen und habe mich sofort zum Probenähen angemeldet. Das Kleid hat einen klassischen Kragen, einen eng anliegenden Taillenbund, Raffungen statt Abnähern, einen ausgestellten Rock und kleine Puffärmel. Es hat einen klassischen und femininen Look, der etwas an Vintage erinnert.

Chai dress

Chai dress

Chai dress

Stoff:

Ich habe einen „Crinkle“-Baumwollstoff, der mit kleinen Blumen bestickt ist, verwendet. Den Stoff habe ich mal vor Jahren hier in Hamburg auf dem Stoffmarkt gekauft. Um zu verhindern, dass der Stoff die Form verliert, habe ich ihn mit einem Baumwollbatist unterlegt. Normalerweise habe ich davon ganz viel auf Vorrat, weil es mein bevorzugter Stoff für Futter oder Unterlegware ist, aber ich hatte gerade noch genug für dieses Kleid. Ich musste sogar etwas stückeln am Rock und für die Ärmel. Seitdem ich den Threads-Artikel über „piecing“ gelesen habe, versuche ich diese Technik zum Stoffsparen einzubauen, und es funktioniert echt gut.

Für die Paspel, inneren Kragenstand und die stoffbezogenen Knöpfe habe ich Reste eines weinroten Baumwollstoffes verwendet. Die Farbe ist fast identisch mit den dunkleren Blumen auf dem Crinkle-Stoff.

Änderungen:

Normalerweise verwende ich bei Itch-to-Stitch-Schnittmustern Größe 2 für das Oberteil und Größe 4 ab der Hüfte. Kennis hat uns aber ermutigt, uns nochmal nachzumessen und die Größe entsprechend der Maßtabelle auszuwählen. Mein Taillenmaß war dann doch Größe 0. Ich war etwas unsicher, ob das nicht zu eng werden würde, aber mein Probeteil war in Ordnung. Die Taille soll sehr eng anliegen bei diesem Design. Wenn man das nicht mag, sollte man doch überlegen eine Größe mehr zu nehmen.

Ich musste eine Anpassung für kleine Oberweite (SBA) machen. Obwohl das Schnittmuster mit verschiedenen Körbchengrößen kommt, war das A-Körbchen immer noch zu groß für mich. Weil das Vorderteil keine Abnäher hat sondern gerafft ist, habe ich meinen Craftsy-Kurs „Adjust the bust“ zu Rate gezogen, wie man eine SBA für ein Oberteil ohne Abnäher macht. In dem Verlauf hat sich das Armloch etwas verkleinert, aber ich hoffte, dass das ok ist. Das erste Tragen hat gezeigt, dass die Armlöcher etwas eng sind, aber es geht noch.

Ich war mit meinem Probeteil nach den Änderung sehr zufrieden und habe also angefangen, das Kleid zu nähen. Weil ich ja immer etwas paranoid bin, was die Passform angeht, probiere ich meine Sachen zwischendurch so oft an, wie es geht. So auch hier, nachdem ich das Taillenband an das Oberteil genäht hatte. Und irgendwie stimmte es nicht. Das Oberteil wollte nach oben rutschen, und unter der Brust war immer noch zuviel Stoff. Also beschloss ich, dem Weg des Stoffes zu folgen und habe das Oberteil 1 cm gekürzt, indem ich oben die Schulternähte entsprechend enger genäht habe. Sofort fühlte sich alles besser an und die Weite, die durch die Raffung ensteht, war über der Brust und nicht darunter. Dies war allerdings die „quick and dirty“ Methode zum Ändern. Ich hatte aber keine Lust, mein Taillenband mit bereits sorgfältig zurückgeschnittenen Nahtzugaben wieder abzutrennen. Diese Änderung hat allerdings den Halsausschnitt verkleinert und ich musste den Kragen entsprechend anpassen. Ich kann den Kragen jetzt auch nicht zumachen, aber das habe ich sowieso nicht vor.

Technisches:

Wie immer ist die Anleitung sehr ausführlich. Es waren einige unter den Probenäherinnen, die zum ersten Mal einen Kragen genäht haben, und alle haben es super hinbekommen. Beim Oberteil habe ich französische Nähte verwendet und war auch versucht, dies beim Rock zu machen. Ich habe allerdings noch nie französische Nähte bei Nahttaschen gemacht, und obwohl ich ein gutes Tutorial dafür gefunden habe, hatte ich Angst, nicht genug Zeit zu haben und bin ich dann doch lieber auf Nummer sicher gegangen und habe die Nähte mit der Overlock versäubert. Das innere Taillenband und den inneren Kragenstand habe ich von Hand angenäht (ich kann einfach nicht im Nahtschatten nähen und ich nähe gerne von Hand. Ich fühle mich dadurch meinen Kleidern auch mehr verbunden).

Für die Paspel habe ich ein 3.5 cm breiten Streifen zugeschnitten. Weil ich nur wenig Stoff hatte, habe ich den Streifen nicht schräg zugeschnitten. Da die Naht in der Taille nicht kurvig ist, fand ich, dass das geht, und es ging. Durch die Paspel wurde es ganz schön dick an der Stelle, an der der Beleg für die Knopfleiste nach innen gelegt wird. Ich habe an den Bruchkanten soviel wie ich mich traute weggeschnitten.

Chai dress

Fazit:

Dies ist ein großartiges Schnittmuster, und ich werde es sicher noch öfter nähen. Ich kann es mir auch sehr gut mit einem weiten Rock vorstellen. Der Schnitt bietet viele Möglichkeiten. Hier könnt ihr die Versionen der anderen Probenäherinnen sehen.

Verlinkt bei: After Work Sewing.

Dieser Post enthält gesponsorte Links.

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Vienna Tank Top Sew-Along, Teil 5

Das Top ist fast fertig, wir müssen nur noch den Saum nähen. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Saum bei Jersey

Die Saumzugabe nach innen umschlagen und feststecken.

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Zum Festnähen z.B. eine Coverlock verwenden. Damit sieht der Saum dann aus wie bei Kaufkleidung.

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Wer keine Coverlock hat, kann denselben Look mit einer Zwillingsnadel errreichen. Außen hat man die Doppelnaht und innen dann einen Zickzackstich. Darauf achten, dass die Fadenspannung nicht zu hoch ist und die Stichlänge etwas größer eingestellt ist. Was auch helfen soll ist, eine Spule so einzulegen, dass sie nach rechts dreht und die zweit nach links. Und beide Fäden zusammen einfädeln. Habe ich aber noch nicht ausprobiert.

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Alternativ kann man den Saum auch mit einem Zickzackstich festnähen. Ich habe mich für einen der zahlreichen Zierstiche, die meine Maschine hat und die ich viel zu selten benutze, entschieden.

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Saum bei Webstoffen

Bei Webstoffen schlägt man den Saum zweimal um und steppt entlang der oberen Saumkante ab. Um das Umschlagen zu erleichtern, kann man eine Hilfsnaht im Abstand der halben Saumzugabe von der Saumlinie entfernt steppen.

Für einen schönen schmalen Saum habe ich folgende Methode verwendet, die ich kürzlich bei Carolyn gelesen habe:

Im Abstand von 1 cm von der Saumkante absteppen.

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Entlang der Steppnaht umbügeln und im Abstand von ca. 3 mm noch einmal absteppen. Überstehende Kante zurückschneiden.

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Das Ganze noch einmal nach innen falten und feststeppen. Ergebnis ist ein schöner, gleichmäßiger schmaler Saum.

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Fertig ist das Vienna Tank Top!

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Ich hoffe, der Sew-Along hat Euch Spass gemacht und Ihr habt ein wunderschönes Top genäht. Ich bin ganz gespannt auf Eure Werke und würde mich freuen, wenn Ihr diese unten verlinkt.


 

 

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Vienna Tank Top Sew-Along, Teil 4

Das Top sieht jetzt ja schon ganz gut aus. Es fehlen nur noch Halsausschnitt und Saum. Heute geht es weiter mit dem Halsausschnitt. Vorher jedoch kümmern wir uns um das Vorderteil. Es gibt hier zwei Möglichkeiten. Die Belege können entweder nach außen oder nach innen gelegt werden. Beides ist möglich und unabhängig davon, ob man den Halsausschnitt mit oder ohne Rüsche macht.

Version A: Beleg zeigt nach außen

Die beiden Vorderteile links auf links aufeinanderlegen, entlang der vorderen Mitte feststecken und steppen. Ich habe mir hier die vordere Mitte mit einem Trickmarker markiert.

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Dann die Nahtzugabe der Belege umbügeln.

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Mittlenaht bügeln. 

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Bevor ich die Belege absteppe, stecke ich alles nochmal gut fest.

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Wenn ich an Kanten entlang absteppe, nehme ich gerne meinen Quiltfuß. Der hat in der Mitte eine Führung, die entlang der Kante läuft. Die Nadel stelle ich nach links.

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Version B: Beleg zeigt nach innen

Sollen die Belege nach innen zeigen, wird alles genau umgekehrt gemacht. Vorderteile also rechts auf rechts zusammenlegen, feststecken und steppen.

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Leider habe ich von dieser Version nicht mehr Bilder gemacht. Aber die folgenden Schritte sind wie oben beschrieben. 

Vorbereitung Halsausschnittblende und Bindeband

Als nächstes bereiten wir die Halsausschnittblende vor. Dies ist für beide Versionen identisch. Zuerst die beiden Blendenteile an den kurzen Enden rechts auf rechts zusammennähen, so dass man einen langen Streifen erhält. Ich habe hier die Rüschenteile direkt mit zusammengenäht.

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Dann den Streifen links auf links längs zur Hälfte falten und bügeln. Anschließend die Seiten bis zur Mitte falten und wieder bügeln.

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Am Ende sollte der Streifen dann so aussehen. Man kann auch einen Schrägbandformer benutzen.

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Version A mit Rüsche

Die Rüsche haben wir eben schon zu einem langen Streifen zusammengenäht. Jetzt den Streifen rechts auf rechts längs zur Hälfte falten und die kurzen Enden zusammennähen. 

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Die Enden werden nun gewendet. Wenn man rechtwinklige Ecken hat, schneide ich die Nahtzugaben nicht zurück, sondern falte sie um….

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….greife mit dem Daumen innen und halte mit dem Zeigefinger die Nahtzugabe fest und wende alles nach außen.

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Als Ergebnis erhält man eine perfekte rechtwinklige Ecke. 

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Jetzt wird die Rüsche zum Kräuseln vorbereitet und innerhalb der Nahtzugabe zwei Reihen mit großer Stichlänge entlang der offenen Kante genäht.

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Die Mitte der Rüsche wird jetzt auf die Innenseite vom Oberteil in der hinteren Mitte festgesteckt. Die offene Kante der Rüsche schließt mit der Kante des Halsausschnittes ab.

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Die Enden der Rüsche schließen bündig mit den Kanten des Vorderteils ab. 

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Jetzt mit viel Geduld und Muße die Rüsche kräuseln, indem man die Fäden anzieht, die Kräusel gleichmäßig verteilen und feststecken.

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Jetzt nehmen wir die vorbereitete Halsausschnittblende und legen sie so auf die Rüsche, dass der mittlere Faltenbruch auf der Nahtlinie liegt. Da die Nahtzugabe 1cm beträgt, und die „Bügelfalten“ in der Halsausschnittblende auch je 1cm Abstand haben, kann man den oberen Faltenbruch der Blende mit der offenen Kante des Halsausschnittes ausrichten. Dann liegt der mittlere Faltenbruch automatisch auf der Nahtlinie.

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Feststecken und von der vorderen Mitte aus einmal um den ganzen Halsausschnitt steppen, bis man wieder vorne angekommen ist. Die Nahtenden sichern.

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Nahtzugaben gestuft zurückschneiden ….

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…und Rüsche nach oben bügeln.

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Jetzt die Kanten der Blende nach innen falten und dann die obere Hälfte der Blende nach unten falten und feststecken.

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Bevor ich so bis zu den Enden der Blende fortfahre, welche dann das Bindeband werden, klappe ich die Enden nach innen um. Ich mag keine offenen Kanten.

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Entlang der offenen Seite schmal absteppen von einem Ende bis zum anderen. Man kann die Enden lassen wie sie sind. Ich habe Knoten gemacht. Man kann auch Perlen oder ähnliches am Ende befestigen.

Version B ohne Rüsche

Die Mitte der Blende wird auf die Innenseite vom Oberteil in der hinteren Mitte festgesteckt. Dabei wird, anders als bei Version A, die obere Kante der Blende mit der Kante vom Halsausschnitt ausgerichtet. Der obere Faltenbruch kommt so auf der Nahtlinie zu liegen (Dies ist im Text der Anleitung falsch beschrieben, aber das zugehörige Bild ist richtig!).

Feststecken und von der vorderen Mitte aus einmal um den ganzen Halsausschnitt im oberen Faltenbruch steppen, bis man wieder vorne angekommen ist. Die Nahtenden sichern. Nahtzugaben zurückschneiden und alles nach oben bügeln. Entlang des mittleren Faltenbruchs umfalten, so dass die Nahtzugaben von Halsausschnitt und Blende eingefasst werden. Feststecken und schmal absteppen. Die Enden des Bindebandes können, wie oben beschrieben, vorher nach innen umgefaltet werden, um offene Kanten zu vermeiden.

Jetzt fehlt nur noch der Saum!

 

 

 

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